Prompting als neue Schlüsselkompetenz in der sonderpädagogischen Praxis
Im Rahmen der Fortbildung „KI – Chancen und Herausforderungen im Kontext sonderpädagogischer Arbeitsfelder“ des Instituts für Lehrerfortbildung (IFL), der in Zusammenarbeit mit dem Verband Sonderpädagogik e.V. veranstaltete wurde, führte Jun.-Prof. Dr. Jana Jungjohann einen Workshop zum Thema Prompting als Lehr- und Lernkompetenz durch.
Ausgangspunkt des Workshops war die Frage, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und professionell in sonderpädagogischen Kontexten eingesetzt werden kann. Im Fokus stand dabei das sogenannte Prompting – also die Fähigkeit, präzise und zielgerichtete Eingaben an KI-Systeme zu formulieren. Diese Kompetenz wurde als zentraler Baustein einer zukünftigen professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften herausgestellt.
Nach einer Einführung in digitale und KI-bezogene Kompetenzanforderungen erprobten die Teilnehmenden in einer Selbsterfahrungsphase, wie sich die Qualität von KI-generierten Antworten durch unterschiedlich formulierte Prompts verändert. Dabei wurde deutlich, dass die Steuerung von KI-Prozessen maßgeblich über die Qualität der Eingaben erfolgt und somit aktiv gestaltet werden kann.
Anhand konkreter Praxisbeispiele wurde anschließend diskutiert, wie KI Lehrkräfte im sonderpädagogischen Alltag – insbesondere in Diagnostik und Förderplanung – entlasten kann. Gleichzeitig wurden Chancen und Grenzen kritisch reflektiert, um einen verantwortungsvollen und reflektierten Einsatz zu fördern.
Der Workshop machte deutlich, dass Prompting nicht nur eine technische Fertigkeit darstellt, sondern als neue Kulturtechnik verstanden werden kann, die sowohl für Lehrkräfte als auch für Lernende zunehmend an Bedeutung gewinnt.

